Lasst mich in Gras und Blumen liegen
Und schaun dem blauen Himmel zu:
Wie goldne Wolken ihn durchfliegen,
In ihm ein Falke kreist in Ruh’.
Die blaue Stille stört dort oben
Kein Dampfer und kein Segelschiff,
Nicht Menschentritt, nicht Pferdetoben,
Nicht des Dampfwagens wilder Pfiff.
Lasst satt mich schauen in die Klarheit,
In diesem stillen, sel’gen Raum:
Denn bald könnt‘ werden ja zur Wahrheit
Das Fliegen, der unsel’ge Traum.
Dann flieht der Vogel aus den Lüften
Wie aus dem Rhein der Salme schon
Und wo einst singend Lerchen schifften,
Schifft grämlich stumm Britannias Sohn.
Blick’ ich gen Himmel, zu gewahren,
Warum’s so plötzlich dunkel sei,
Erblick‘ ich einen Zug von Waren,
Der an der Sonne schifft vorbei.
Fühl‘ Regen ich im Sonnenscheine,
Such‘ ich den Regenbogen keck,
Ist es nicht Regen, wie ich meine,
Ward‘ in der Luft ein Ölfass leck.
Lasst schaun mich von dem Erdgetümmel
Zum Himmel, eh‘ es ist zu spät,
Eh’ wie vom Erdball, so vom Himmel
Die Poesie still trauernd geht.
Verzeiht dies Lied des Dichters Grolle
Träumt er von solchem Himmelsgraus
Er, den die Zeit, die dampfestolle
Schließt von der Erde lieblos aus.